Janina22's Blog

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Kulinarische Koestlichkeiten

Hi,

letzte Woche war eine Woche des Schlemmens. Am Dienstagabend waren wir in einem Cafe mit dem Namen Banapple, dort gabe es nicht nur sehr leckeren Salat sondern auch sehr koestliche und guenstige Torten. Ich habe mich fuer ein Stueck, Weisse Schokolade, Trueffel, Sahnecreme, Beeren Torte entschieden, war traumhaft. Ein Riesenstueck und hat mich gerade mal 1,50 Euro gekostet. Am Donnerstag sind wir dann mit 15 Leuten in eines der besten Restaurants Manilas gegangen, das von einem Oesterreicher gefuehrt wird. Dort gab es unglaublich leckeren Seebarsch, mit Zwiebelmarmelade, auf einem Bett von Lauch, kaese, Fondue, Tagitalle, irgendwas. Die ganze Zeit wurde frischgebackenes Brot mit selbstgemachter Butter gereicht und der Wein war auch sehr gut.  Und zum Nachttisch gab es eine schwer zu toppende Creme Brule, mit frischen Beeren. Es war wirklich sehr gut. Haben zwar auch gut geld dort gelassen, aber das war es wert. Ansonsten gab es zwei Parties dieses Wochenende, eine davon eine Poolparty. Die war anfangs ganz lustig, aber gegen Ende eigentlich nur noch gefaehrlich, weil alles nass war und die Leute betrunken, leider. Gestern war ich auf einem Tanzfestival im Cultural Center. Dort gabe es Ballette und Folktanz und auch klassische Konzerte, war sehr interessant, aber auch sehr voll. Ansonsten wird es hier  langsam wieder waermer, d.h. wir knacken jetzt immer oefter die 30 Grad grenze, philippinscher Sommer kommt.

Naechstes Wochenende fliegen wir nach Hong Kong, um dort das chinesische Neujahrfest zu feiern und die Wochenende danach sind auch schon verplant, so dass die restlichen 7 wochen ganz fix umgehen werden.

Drueck euch.

Taufe

Hi,

da letztes Wochenende Lorraines Taufe war, bin ich in Manila geblieben und habe nichts besonders gemacht. Judith war auch da. Wir haben uns “the blind site”  mit Sandra Bullok angeschaut und haben Krams für die Uni gemacht. Das Highlight war jedoch die Taufe, die war am Sonntag.

Elli war so lieb und hat mich abgeholt und dann haben wir den Gottesdienst besucht. Es war recht voll und es gab wirklich viele Kinder dort. Zuerst war nicht klar, ob alle kommen bzw wer kommt, aber die wichtigsten Leute waren da. Eltern, Baby, Großeltern und Taufpaten. Ja, davon gab es einige. Auf den Philippinen hat man ein paar mehr Paten, nicht nut zwei sondern auch gut mal 15.  Lorraine war nicht die einzige die getauft wurde, gab noch ein paar mehr babys. Die Taufe selber war in Tagalog, deshalb habe ich leider nicht soviel davon mitbekommen, ging auch alles etwas schnell. Ansonsten wie bei uns, baby und wasser, kerzen (jeder der Taufpaten hatte eine) und gebete. Nach der Kirche ging es zu max restaurant, wo es leckeres essen gab. Die gesellschaft löste sich jedoch recht schnell nach dem essen wieder auf, so dass elli und ich mit Armee Reinhart (Lorraines Eltern)  nach Hause fuhren. Dort gab es noch ein stück Kuchen bevor die kleine nochmal ordentlich gedrückt udn verabschiedet wurde. Ein sehr süßes und liebes baby und so groß. Hatte einen schönen Tag.

Bilder folgen

Besuch aus Deutschland

Nach einem ICQ Gespräch ca. eine Woche vorher war es beschlossene Sache. André kam mich besuchen. Am selben Tag wurde das Ticket gekauft und ab dann haben wir gespannt gewartet. Ich habe in dieser Woche für die Uni vorgearbeitet und ein kleines Geschenk vorbereitet, da sein Geburtstag in den Urlaub fiel. Am 15. war es endlich soweit, voller Vorfreude habe ich mich in ein Taxi gesetzt, was mich diesmal untypisch für den Weg zum Flughafen, nur ein bisschen versucht hat zu bescheissen. Leider war der Verkehr mal wieder unmöglich, so dass ich verspätet ankam und André bereits auf mich wartete. Die Freude war groß, nicht nur wegen dem dunklen Brot, was in seinem Gepäck auf mich wartete, sondern natürlich auch wegen dem langen Weg den er auf sich genommen hatte. Auch wenn es im ersten Moment sehr unreal war. Er hier in Manila. Am ersten Tag, habe ich ihm den Campus gezeigt und wir waren in einer der Malls schön essen. Am zweiten Tag ging es mit Bus und Boot nach Puerto Galera, zum Strand. Genauer gesagt zu einem sehr einsamen Strand, wo nur ein paar Hühner rumliefen. Sehr idyllisch mit ihren Küken. Dort standen Baumbushütten rum, und nach ca. 15 Minuten, kam dann auch jemand und hat uns eine dieser Hütten angeboten. Die Hütte war für philippinische Verhältnisse okay, es gab zwar keine Toilettenspülung und kein funktionierendes Waschbecken, aber für philippinische Verhältnisse wie gesagt okay. Leider war das Wetter nicht so dolle, es hat geregnet, so dass wir den Abend in einem kleinen, überdachten Restaurant, mit ein paar Ladyboys als Sitznachbarn verbrachten. André machte hier seine erste Erfahrung mit Garlic Rice (gebratenem Knoblauchreis). Da das Wetter am nächsten Tag leider immer noch nicht strandgeeignet war, wollten wir uns eine Reptilienfarm anschauen. Dazu haben wir ein ziemliche schrottiges, lautes Tricycle für teuer Geld gemietet. Als es sich dann den Berg hochquälte und mit dem Fuß nachgeholfen werden musste, damit wir nicht rückwärts fahren, fanden wir den Preis jedoch gerechtfertigt. Bei der Reptilienfarm angekommen stellten wir enttäuscht fest, dass bis auf das kleine Krokodil im Teich, das noch kleinere Krokodil im Terrarium und die Katze im Schlangenkäfig, keine weiteren Reptilien oder Menschen zu finden waren. Die Farm quasi nicht mehr existierte. Bei dieser Entdeckung wurden wir von unserem Fahrer und einem Nachbarn begleitet. Da André sich weigerte mit dem Gefährt den Berg runter zu fahren ( Wer weiß ob er seinen Fuß diesmal nicht zum anschieben sondern zum bremsen benutzt hätte) und es immer noch regnete entschieden wir uns für einen Regenspaziergang im Regenwald. Da keine wetterliche Verbesserung in Sicht war sind wir wieder zurück nach Manila gefahren. Die folgenden Tage kam ein bisschen Uni, gutes Essen, Kino und natürlich Sightseeing Highlights wie Intramuros und viele Malls. Am Wochenendede ging es zum Lake Taal, einem Vulkansee, der quasi eine Insel auf einer Insel auf einer Insel ist. Verwirrend aber sehr schön zum besteigen, vor allem wenn ab und zu heißer stinkender Dampf aus dem Boden kommt. Die Bootsfahrt dorthin, war alles andere als trocken, aber da das Wetter schön war, war es eine gute Abkühlung. Unser Nachtquartier suchten wir uns in Los Banos, wo es heiße Quellen gibt. In unserem Hotel gab es vier Pools, wovon natürlich nur zwei in Betrieb und alle schon mal bessere Zeiten gesehen hatten. Der arme André hat sich bei seinem Handstand im Wasser den Finger an einer Kachel aufgerissen. Aber es war schön, mal wieder warmes Wasser zu sehen :)

Von dort aus ging es weiter zum Enchanted Kingdom, dem, ich glaube einzigen Vergnügungspark der Philippinen. Vergnügt betraten wir den Park, nach einem Mittagessen bei einer tropischen Burgerkette. Doch nach ca. 10 Minuten im Park verpuffte das Vergnügen ganz schnell, als André feststellte, dass man während er gerade gefilmt hatte, sein Handy und mindestens ebenso frech seine Wasserflasche entwendet hatte. Leider konnte ich ihm nicht viel Hoffnung machen, dass es aus versehen rausgefallen ist und es jemand zum Fundbüro gebracht hatte. Somit war es Teil des Clubs der Beklauten, wie so viele andere Gäste und Austauschstudenten. Wir haben trotzdem versucht das beste daraus zu machen, sind ein paar Sachen gefahren und haben uns 5. klassige, phillipische Elvisimitatoren angeschaut.

Am Dienstag hatte ich keine Uni, deshalb haben wir einen Tagesausflug zur Villa Escudero gemacht. Einer alten Kokusnussplantage, die inzwischen zeit ein Ressort mit Tagesprogramm ist. Für 1100 Pesos bekommt man, ein Mittagessen in den Wasserfällen, wortwörtlich, im Wasser sind Tische und Bänke angebracht. Eine Fahrt mit einem Wagen, der von einem Karibo (lokaler Wasserbüffel) gezogen wird, während sie für einen Gitarre spielen und singen. Benutzen der Poolanlage (inklusive Whirlpool), das Ausleihen von kleinen Bambusflößen zum selber paddeln und der Eintritt in das familieneigene Museum. Das Wasser war super und wir hatten einen sehr schönen Tag.

Dann war es leider auch schon wieder so weit, André musste wieder gehen. Das war traurig, aber ich bin sehr glücklich, dass er da war. Jetzt sind es ja nur noch zwei Monate und die gehen auch schnell vorbei.

Ansonsten muss ich jetzt ein bisschen Unikrams nach holen und viele E–mails beantworten.

Diesen Sonntag ist die Taufe von Lorraine. Die wird bestimmt schön, auch wenn in Tagalog.

Nächste Reisepläne am 14. Februar nach Hong Kong. Viele Wochenenden bleiben nicht mehr, mal schauen, was wir noch schaffen.

Silvester in Saigon

Zurück aus Saigin (Ho Chi Minh City heutzutage) und wieder in der Uni. Aber fangen wir vorne an. Los ging es am 29. spät nachts. Am 30. sind wir in einem sehr gemütlichen Gästehaus in einer kleinen Seitengasse, mit gutem Frühstück aufgewacht. Überall gab es Baguette, ein Überbleibsel von den Franzosen. Am ersten Tag haben wir die Stadt zu Fuß erkundet, es gibt ein Notre Dame und ein altes Postoffice zu sehen, aber auch einen Times Square. Außerdem waren wir im War Memorial Museum. War sehr interessant, wenn auch, wie immer in der Art von Museen sehr grausig. Vor allem die Bilder von all den missgestalteten bzw. behinderten Kindern, die in Vietnam geboren sind, nachdem die Amis das Nervengas Agent Orange überall verteilt haben. Auch Angsteinflössend war das nachgestellte Gefängnis, wo Folterarten erklärt wurden. Naja, abends waren wir dann in einem sehr schönen, gemütlichen und leckerem vietnamesischen Restaurant essen. Tag zwei hatten wir eine Halbtagestour zu den Chu Chi Tunnels gebucht, das sind die berühmten Tunnels, die die Aufständischen damals gegen die Amis benutzt haben. Die Tour war nicht uninteressant, aber auch nicht super interessant. Am Abend sind wir zu einem Park direkt in der Nähe, wo eine große Bühne aufgebaut war und eine Show lief. Wir haben uns alle bunte Prinzessinenkrönchen mit Bommeln gekauft, da es keine schönen Partyhüte gab. Damit waren wir die absolute Attraktion. Viele Leute wollten ein Foto mit uns machen, oder haben uns so fotografiert. Lustig was man mit einem bischen Kopfschmuck so alles machen kann. Zum Anstoßen haben wir uns vietnamesisches Bier gekauft, Sekt haben wir leider keinen gefunden. Außerdem hatten wir kleine Wunderkunderzen.  Um 11.30 uhr ging jedoch plötzlich die Lichte aus und die Menschen strömten vom Platz. Wir sind den Menschenmassen gefolgt und kamen kurz vor 12 auf einem anderen Platz, auch mit bühne und krams an, dort gab es dann einen Countdownn. Um zwölf haben wir angestoßen und unsere Wunderkerzen angezündet. Ein feuerwerk gab es jedoch nicht und 10 Minuten später sind wieder alle Leute weggegangen, und um 12.30 Uhr wurde die Straße wieder aufgemacht. Keine Ahnung wieso. Aber bei den schönen Temperaturen haben wir uns nicht davon stören lassen und haben uns draußen hingesetzt. Am 1. Januar haben wir uns ein paar Pagoden angeschaut und sind auf einen hohen Turm und haben uns den Sonneuntergang angeschaut. An unserem letzen tag haben wir eine Tour zum mekong delta gemacht, dass ist eine flussgegend mit sehr vielen seitenarmen. Dort gab es einen schwimmenden markt, eine Kokusnusssüßigkeitenfabrik und viel Wasser mit süßen booten zu sehen.

Mein Gesamteindruck von vietnam war sehr positiv. Auch wenn ich sehr erstaunt über die Masse an vor allem weißen touristen war. Außerdem habe ich noch nie soviele Roller gesehen, dass hat Taipeh um Längen geschlagen.  Es war mal sehr schön Silvester im warmen zu verbingen. Mein einziges Manko, dass meine Kamera leider kaputt ist. Sie geht nicht mehr an, d.h. ich konnte sie nicht benutzen. Sie ist jetzt bei canon und der fehler wird gesucht, ist halt auch nicht mehr die jüngste. Soviel dazu.

Einen guten Rutsch

Hallo meine Lieben,

für alle, denen ich es noch nicht gewünscht habe. Ich wünsche euch einen guten Start und einen gesunden Start ins neue Jahr. Ich bin bis zum 3. JAnuar in Vietnam.

Ganz liebe Grüße

An den Strand

Hi, bin ab heute für wahrscheinlich zwei tage am strand, danach fliegen wir nach saigon. Hoffe ich schaffe es vorher nochmal zu schreiben.

Teil 2 Taipeh

Am dritten Tag wurde ich morgens nicht nur von meinem Wecker sonder auch von Gesängen aufgewacht. Da die Mädels noch nicht fertig waren, bin ich schon mal los gezogen und habe mich auf die Suche nach der Quelle der Gesänge gemacht. Die Quelle war ein Gottesdienst in einem nah gelegenen Tempel. War sehr schön anzuschauen, auch wenn das Hakenkreuzzeichen, was überall in den Tempel vertreten ist, weil es Sonne bedeutet, doch ein bischen befremdlich ist. Unser eigentliches Programm startete mit einem Besuch in einem Konfuziustempel und einem buddhistischen Tempel. Am Nachmittag sind wir zum National Palace Museum gefahren. Das Gebäude bzw. die Gebäude sind wirklich riesig. Das Museum selber fanden wir nicht so spannend, nach der 15 blauen Vase wurde einem doch ein bischen langweilig. Abends sind wir in die Einkaufsmeile Taipehs gefahren. Dort haben wir ein nettes freunliches japanisches Restaurant gefunden. Auch wenn die Bestellung wieder einmal schwierig war, weil die Kellner kaum Englisch sprechen und die Karte auf chinesisch ist, haben wir leckere Sachen bekommen. Als wir da so saßen und aßen wurden wir plötzlich von einem Erdbeben überrascht. Es war nicht stark, aber es ist trotzdem immer etwas gruselig.

Am vierten Tag waren wir ein bischen wanderen. Dazu sind wir raus an den Green Lake gefahren und dann in die Berge. Mitten in den Bergen, stand ein verlassenes Gebäude, da mussten wir natürlich rein und Fotos machen. Oben auf dem Berg wurden wir von einer christlichen Gruppe zu heißem Tee, Snacks und Spielen eingeladen. Besonders bewegt hat uns, dass sie am Ende im Kreis für uns gebeten haben. Eine Frau hat ihre Mission aber leider ein bischen zu ernst genommen und hat uns den ganzen rückweg versucht zu bekehren, was alleine schon wegen der Sprackkenntnisse schwierig ist. Am Nachmittag bzw. am Abend sind wir den Taipei 101 hoch, einst der höchste Tower der Welt. Von dort hatte man eine super Aussicht.

Am Flughafen angekommen, haben wir uns als letzte in der Schlange angestellt, da wir nicht mit Probleme gerechnet haben. Als wir dran waren, hatten wir noch genau 10 Minuten bis der Boardingschalter schließt. Die gute Frau wollte unsere Rückflugtickets aus Manila sehen. Dummerweise hatten weder Kati noch ich, sie dabei. Uns wurde also gesagt wir müssten uns Flüge buchen um ausreisen zu können, inzwischenzeit waren es nur noch fünf minuten. Gott sei Dank ist uns dann aber eingefallen, dass ich ja umgebucht habe und das neue Ticket in meinem E-mail fach ist und Kati eh ein elektronisches Ticket hat. Also haben wir so schnell wie möglich ausgedruckt und durften doch noch zurück nach Manila fliegen.

Nihau – eine Reise nach Taipeh (Teil 1)

Los ging es Mittwochnacht zusammen mit Kati und Teresa. Unser erster Eindruck von Taipeh war positiv. Ein bischen wie in einer Parallelwelt, einerseits so wie Europa oder Amerika, von der Autobahn, dem Verkehr, dem Stadtbild her und dann doch wieder ganz anders, weil zum Beispiel alle Schriftzeichen in chinesisch sind und der Taxifahrer erst jemand anrufen musste, der Englisch spricht. Das Hostel war in einer Seitenstraße und der Eingang war sehr versteckt, da das Hostel nur in den obersten zwei Stockwerken eines  normalen Wohnhaus  ist. Am nächsten Morgen ging es nach einem Pancakefrühstück zum C.K. Memorial. Wir waren begeistert, alles war so asiatisch, das Gebäude selber, der umgebende Garten, ja sogar der Gärtner. Von dort aus haben wir die Stadt zu Fuß erkundet, vorbei am Botanischen Garten und dem Longshan Tempel, wo gerade ein buddhistischer Gottesdienst stattfand, mit richtigen Mönchen, über die ich mich sehr gefreut habe. Unser Mittagessen, war eine Nudelsuppe, die wir mit Händen und Füßen bestellt haben, außerdem gab es sehr leckeres Tofu. Danach sind wir noch ein bischen weitergelaufen, vorbei an Einkaufsstraßen voller Manga- und “Hello Kitty” Läden. Am Abend sind wir auf einen der zahlreichen Nightmarkets gegangen. War auch sehr beeindruckend, vor allem die ganzen Gerüche, bei denen man immer zwischen lecker und widerlich schwankt. Weil es nur 10 Grad hatte und wir das wirklich nicht mehr gewöhnt sind,  haben wir uns alle drei Mützen und ich auch noch Handschuhe gekauft, allerdings habe ich trotzdem gefroren (bin halt ein Frostbeulchen). Eine Gemeinsamkeit zwischen den Philippinen und Taiwan waren die zahlreichen kleinen Straßenstände voller Essen, bei einem von denen haben wir uns unser Essen selber zusammgestellt. Man muss sich das so vorstellen, dass man ein Körbchen bekommt in das man Gemüse, Fleisch, Fisch oder nicht identifizierbare Dinge legt und am Ende werden diese in einen großen kochenden Topf mit nicht identifizierbarer Brühe geschmissen und nach dem Kochen mit wiederum nicht identifizierbaren Soßen verfeinert. Das ganze ist sehr lecker :) Alles in allem hatten wir einen sehr schönen ersten Tag, die Stadt ist sehr sauber und grün und ruhig. Die Leute sind alle sehr bemüht, auch wenn die meisten sehr schlechtes Englisch sprechen. Die einzige schlechte Erfahrung hatten wir, als wir in einer Gasse voller Tiergeschäfte gelandet sind, und das Vorurteil, dass Asiaten keine Tierfreunde sind bestätigt sahen. Dort waren sehr viele Vögel in sehr kleinen Käfigen eingesperrt, Schildkröten einfach übereinander gestapelt, und sogar ein armer kleiner Affe. Das war wirklich kein schöner Anblick.

Tag zwei sind wir zum Mangrovenwald gefahren, dieser war irgendwie mitten in der Stadt, also umringt von Hochhäusern und quasi direkt neben der Metro, und trotzdem wie ein richtiger Wald. War echt schön. Danach sind wir zu einem Red Castel, in das wir kostenlos mit einem Kassenbon von McDonalds und 7-eleven (Supermarkt) reingekommen sind. Auf dem Rückweg habe ich mir einen taiwanesischen Snack gegönnt. Ich dachte es wären kandierete Kirschen, weil es neben kandierten Erdbeeren stand. Als ich genüsslich reinbiss, spritze es allerdings raus und es stellte sich heraus, dass es keine kandierten Kirschen sondern kandierete Cherrytomaten waren. Ich fand die Vorstellung ekliger als den Snack selber, also habe ich noch zwei weitere Tomaten gegessen. Die anderen zwei Mädels fanden es allerdings ziemlich eklig. Nach diesem kulinarischen Genuss ging es weiter zu heißen Quellen, auch diese lagen in einem Park mitten in der Stadt. Es war wie ein richtiges Bad, mit Umkleidekabinen und so, allerdings nur mit kalten Duschen und alles draußen, aber es gab ja heiße Quellen. Eine Lektion die wir gelernt haben, wenn die Asiaten heiß sagen meinen sie heiß. Das erste Becken war so heiß, dass wir nicht rein konnten, das zweite ging am Anfang auch nicht, also sind wir ins dritte. Ein Deutscher, der auch da war, hat uns erzählt, dass die Quelle um die 80 Grad haben. Das Wasser war sehr sulfathaltig, deshalb musste man sich danach gut abduschen und sollte nicht mit dem Gesicht rein. Es war wirklich sehr schön und entspannend, vor allem, als es dann auch noch dunkel wurde. Unsere Abendveranstaltung war ein anderer Nightmarket. Dort kam ich zum ersten Mal mit einer chinesischen Pizza in Berührung. Das ist Ei mit Kohl und Gewürzen, wo dann Mais, Thunfisch und Ananas drauf kommt. Als Verzierung kommt noch Mayonaise und Fischchips drauf. Danach sind wir in ein kleines Restaurant, die eine Art Fondue mit drei Suppen und allem möglichen zum reinwerfen anboten, auch das war sehr lecker.

Bilder und Teil 2 folgen

Weihnachtszeit

Letzte Woche war voller Feiern, hauptsächlich Weihnachtsfeiern. Los ging es am Donnerstag mit einer Bad Taste Party, also eine Party, wo sich alle bestmöglichst schlecht anziehen, d.h. Zum Beispiel Farben sehr unpassend kombinieren. Viele Outfits waren sehr kreativ und somit war es eher eine Kostümparty. Am Freitag habe ich Geschenke eingekauft für unsere Weihnachtsdinner gestern. Freitagabend hat das International Office zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, es gab sehr leckeres philippinisches Essen, Spiele und alle Länder haben einen Beitrag geleistet. Wir haben „Oh Tannenbaum“, „Leise rieselt der Schnee“ und, weil alle anderen etwas mit Tanz gemacht haben, „das rote Pferd“ gesungen. War sehr lustig. Am Samstag wollte ich dann eigentlich mit ins Krankenhaus, aber der Besuch wurde abgesagt, weil sie mich wieder nicht reinlassen wollten, obwohl es dieses Mal ein anderes Krankenhaus war. Aber sie wollen das regeln, deshalb werde ich es nächstes Jahr einfach nochmal versuchen. Dachte nicht, dass es so kompliziert sein würde, aber naja. Samstagabend gab es eine Weihnachts/Geburtstagsfeier im französischen Haus mit selbstgemachten Plätzchen und Glühwein. Aber das Highlight war gestern. Gestern war unser Pre-Christmas Dinner. Das hatten wir schon etwas länger geplant. Ziel war es Weihnachten zu feiern, aber ein bischen früher, weil nur noch diese Woche Uni ist und wir danach alle am reisen sind. Eingeladen waren glaube ich acht Leute, zehn sind gekommen. Wir haben unsere Wohnung schön weihnachtlich dekoriert, Weihnachtslieder angemacht, Weihnachtsmützen aufgezogen und Kerzen angezündet und es hat wirklich funktioniert, wir sind alle trotz der warmen Temperaturen in Weihnachtsstimmung gekommen. Es gab drei Teams, ein französisches, mit vier Männern, ein deutsches mit vier Frauen und ein österreichisches mit einem Mann und einer Frau. Jedes Team hatte einen Gang. Wir haben die Vorspeise gemacht, es gab einen Walnuss-Apfel-Trauben-Salat mit Himbeerdressing. Der Hauptgang war französisches Roastbeef mit einer Art Kartoffelpüree und zum Nachtisch gab es ein Joghurt-Eiscreme Dessert mit frischen Früchten. Alles war wirklich sehr lecker und die Stimmung sehr weihnachtlich und gemütlich. Nach dem Essen gab es Bescherung. Jeder hatte vorher, also ca. vor zwei Wochen, zwei Namen gezogen, d.h. Jeder hat zwei persönliche Geschenke bekommen. Außerdem gab es noch ein lustiges Zufallsgeschenk für jeden. Es war sehr lustig und jeder hat schöne Geschenke bekommen, weil sich alle Mühe gegeben haben, das hat mich sehr gefreut. Ich habe ein Nachthemd bekommen und mir wurde meine Stofftierschildkröte, die in meinem Zimmer lag, nochmal geschenkt, weil dort die Geschenke eingepackt wurden. Das war sehr lustig, als ich es ausgepackt habe und gemerkt habe, dass mir meine Schildkröte geschenkt wurde. Mein Geschenkpartner wurde nach einer verzweifelten Suche nach einer Schildkröte zu dieser Tat veranlasst :) . Mein zweites Geschenk war ein kleines Täschchen mit Schmuck (Perlenohrringe) und einem Schildkrötenanhänger. Also wieder ein neues Mitglied für meine Sammlung.

Ansonsten schreibe ich morgen einen Spanischtest und morgen Nacht fliegen wir nach Taipei, worauf ich schon sehr gespannt bin. Weihnachten bin ich wieder in Manila. Euch allen noch einen frohen 4.Advent.

Weihnachtsmarkt

Hi,

letztes Wochenende war wieder ereignisreich. Donnerstagabend waren wir indisch essen und danach das erste Mal in einem philippinischen Club. Am Freitag wollte ich zusammen mit Leuten von Kythe (eine Organisation die krebskranke Kinder besuchen geht) in eines der Krankenhäuser. Da es aber ein Militärkrankenhaus war bin ich als Ausländer leider nicht reingekommen.  Freitagnachmittag sind wir dann auf einen deutschen Weihnachtsmarkt hier auf dem Campus gegangen. Ich fand ihn für philippinische Verhältnisse und dafür, dass sie keine Ahnung haben wie so etwas in echt aussieht echt schön. Chöre haben Weihnachtslieder in verschiedenen Sprachen, natürlich auch deutsch gesungen. es gab Bratwurst und andere deutsche Spezialitäten wie zum Beispiel Stollen, Marzipankartoffeln und Lebkuchen. Womit wir uns natürlich gleich ein gedeckt haben. Die Linzertorte wird dann nachgeholt, wenn ich wieder da bin, Oma macht eh die beste Linzertorte ;) . Einen Adventskalender gibt es dieses Mal auch nur in digitaler Form. Aber wir haben vier Adventskerzen und singen immer ganz fleißig deutsche Lieder.

Freitagabend war Under the Stars, ein OpenAirkino, mit einem alten Film von Woody Allen, war sehr schön.

Samstag war eine Weihnachtsfeier von Kythe, wo ich hingegangen bin. Alles war voller Kinder, manche ganz offensichtlich krank, anderen sieht man es nicht an. Die Kinder hatten viel Spass und haben ganz unterschiedlich auf mich reagiert, aber viele haben sehr positiv reagiert und wollten mich gar nicht gehen lassen. Ab diese Woche plane ich einmal pro Woche ins Krankenhaus mit zu gehen (wir gehen immer in Gruppen) um mit den Kiddies zu spielen.  Am Abend hatten wir Karten fürs Ballette, wir sind fast zwei Stunden vorher losgegangen und wegen dem schrecklichen Verkehr trotzdem fast ne 3/4 Stunden zu spät gekommen. Das war nicht so schön, weil wir viel verpasst haben. Aber naja, immerhin die zweite Hälfte.

Am Sonntag haben ich außer Uni nicht sehr viel gemacht. Und Sonntagabend ist immer für Andé reserviert.

Gestern war wieder normal Uni und heute war frei wegen dem 150-jährigem jubiläum der Ateneo, also habe ich mich mit Oyelle meiner sehr lieben Sprachpartnerin getroffen und wir saßen viele Stunden im Starbucks und haben kulturelle Unterschiede zwischen Deutschland und den Philippinen erläutert.

Am Wochende bin ich wahrscheinlich auch in Manila und nächste Woche geht es nach Taipei. Die Zeit vergeht hier wirklich wie im Flug.

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